Das Gebet von Jabez, was einige von euch kennen, ist eine gute Möglichkeit, eine “himmlische Beförderung” zu beantragen. Viele von uns kennen das so gut: da haben wir diese frohe Botschaft und all diese Gaben und wollen so gerne hilfreich sein und scheinbar will es niemand haben, zumindest geht nichts. Und wenn wir dann auch noch mit dieser Hilfe und unseren Gaben Geld verdienen wollen, fangen wir dann vielleicht an, Werbung zu machen, Flyer zu drucken, das Wasser flussaufwärts zu schieben… und nichts geht, ausser dem Geld in unserem Geldbeutel.

Wir wissen, was zu tun ist, wir kennen unsere Stärken, wir legen den Preis fest… wenn doch nur ein Teilnehmer, ein Klient oder jemand auftauchen würde, dem wir etwas Gutes tun können!

Was wäre, wenn unsere Sicht der Dinge einseitig wäre? Was wäre, wenn da noch etwas fehlte? Was wäre, wenn wir noch gar nicht so gut vorbereitet wären, wie wir glauben möchten? Was wäre, wenn wir das Richtige aus den falschen Gründen tun wollten (z.B. Geldnot, Stolz, Schuldgefühle, Geltungssucht)?

Wenn du dich wiedererkennst, wann hast du
- zum letzten Mal Gott gefragt, was aus Seiner Sicht deine besondere Funktion hier ist?
- Gott gefragt, was du noch lernen sollst?
- dich bereit erklärt, zu tun, was ER will?
- das letzte Mal Gott gefragt, was du für IHN tun kannst?

Ich meine, wir haben hier ein großes Problem: die meisten von uns wollen, dass Gott das tut, was WIR wollen, und so beten wir auch. In diesem Zusammenhang ist der Film “Bruce Allmächtig” empfehlenswert. Bruce bekommt die Gelegenheit, eine Woche lang Gott zu vertreten. Sein Ego glaubt, er könne dies nun so richtig für sich ausnützen, doch merkt er sehr bald, welches Leid daraus entsteht.

Das Gebet von Jabez lautet so:
“Herr, segne mich und erweitere mein Gebiet! Halte Deine Hand über mich, in allem, was ich tue und bewahre mich vor allem Kummer und Schmerz.” (1. Chroniken 4:10) Das bezieht auch Kummer und Schmerz mit ein, den man selbst unbeabsichtigt oder ohne es zu merken hervorruft.

Das bemerkenswerte an diesem unscheinbaren Gebet ist, dass wir es Gott überlassen, WOMIT er uns segnet und was das Wirkungsfeld ist, d.h. das “Gebiet”. Wir erklären eigentlich im Wesentlichen nur unsere Bereitschaft. “Halte Deine Hand über mich in allem, was ich tue…” Sei IN allem, was ich tue… Meisterschaft besteht weniger daraus, zu lernen, Dinge meisterschaftlich zu tun, sondern den Meister, Gott in uns, durch uns wirken zu lassen. Das ist spirituelle Meisterschaft: radikale Abhängigkeit von Gott.

Es ist dies die ganze Idee, ein Gefäß des göttlichen Willens zu sein, IHN durch uns wirken zu lassen. Wir können nicht wirklich viel Gutes aus dem Ego heraus bewirken. Das Ego will immer haben, immer mehr, mehr, mehr, da es das Prinzip des Mangels ist. Gott hat und ist schon alles. Er weiss schon alles, und Er wird uns führen, wenn wir das denn wollen. ER weiß auch, wann wir wirklich bereit sind, unsere Aufgabe zu erfüllen. Er wird uns so lange schützen und sicher halten, bis wir sicher genug in Ihm sind, um der Segen zu sein, der wir gekommen sind zu sein.

Bitte um Segen und um Erweiterung deines Gebiets. Er WILL, dass du dein Licht bringst. Aber während du strebst, sei in der Gegenwart all den Aufgaben treu, die direkt vor dir liegen. Scheue nicht die “kleinen” Aufgaben. Lass die Momente des Jetzt wertvoll sein und und voller “Gottesdienst”. Sei stets offen für Segen und sei dir gewiß, dass Er weiß, wann du reif bist. Dann wirst du sicherlich befördert.

Prayer of Jabez – US Gospelchor

Wie im echten Leben fängt es still und leise an und wird gewaltig!