Was ist der Christus? Christus heißt eigentlich „der Gesalbte“ oder der Messias. Gesalbt wurde im alten und neuen Testament die Priester in einer Weihezeremonie. Und Messias heißt „Erlöser“. Jesus kann/konnte erlösen, weil er ein Sohn Gottes war und sich dessen bewußt war. Laut Bibel sind wir alle Söhne oder Kinder Gottes, wenn wir das denn annehmen wollen. Sicherlich werden Menschen das nicht durch eine äußere Zugehörigkeit zu einer Religion oder auch nicht dadurch, dass sie mehr oder weniger häufig ein Kirchengebäude betreten. In Wirklichkeit wird der Sohn ein Sohn durch den Vater und der Vater ein Vater durch den Sohn.

In „Ein Kurs in Wundern“ sagt Jesus: „Ich habe nichts an mir, was Ihr nicht erreichen könnt. Ich habe nichts, was nicht von Gott kommt. Bislang ist der Hauptunterschied zwischen uns, dass ich nichts anderes habe. Somit verbleibe ich in einem Zustand wahrer Heiligkeit, welcher in Euch nur als Potential vorhanden ist.“ Jesus war und ist der Christus, weil er eine Beziehung zu Seinem Vater hatte und sich seiner eigenen gottgegebenen Heiligkeit und Identität bewußt war.

Gott hat einen Sohn und das sind wir alle: die Sohnschaft. Wir sind entweder getrennt und fern von unserem Vater und verleugnen Ihn oder wir sind Ihm nah und kennen Ihn. Die Beziehung ist der Schlüssel. Wenn wir Gott verleugnen, verleugnen wir damit die Liebe, die Vollkommenheit, das Licht und alle guten Dinge. Gott, der Schöpfer von Vollkommenheit, schuf auch jeden Wert, der uns lieb und teuer ist: den Frieden, die Freude und die Verbundenheit. Ihn abzulehnen, bedeutet all dies abzulehnen und uns selbst unserer Identität zu berauben.

Der Christus ist in Wirklichkeit Dein wahres Selbst, Dein von Gott geschaffenes Selbst. Und für mich ist jemand, der anstrebt, dieses Selbst zu finden und auszudrücken, auf dem Weg zum Christusbewußtsein.  Vielleicht sogar ein wirklicher Christ. Denn der Christ glaubt an den Vater und den Sohn und an deren Beziehung. Er sucht nach Erlösung und Heil, empfängt und schenkt Hilfe und Segen. Er ist für sich und andere das Licht der Welt und manchmal auch noch ein wenig im Dunkeln. Auf dem Weg eben. Wie schön…

 

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