„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit deinem ganzem Geist. Dies ist das höchste und größte Gebot.“ Das andere aber ist dem gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst.“

Bibel, Matt. 22

Das antwortete Jesus, als er gefragt wurde, was denn das höchste Gebot sei. Und in diesen zwei gleichen Geboten sind alle Beziehungsvarianten enthalten, die es gibt: die Beziehung zu Dir selbst, zu Deinem Nächsten und zu Gott. Der Nächste ist einfach jeder: der Nachbar, die Kollegen, der Fremde, Dein Kind oder Partner. Liebe, und zwar wie Dich selbst. Du kannst andere gar nicht anders lieben als so, wie Du Dich selbst liebst. Und wenn Du Dich selbst nicht wirklich kennst und liebst, bist Du zwar auf der Suche nach Liebe, aber wirst sie dauerhaft außerhalb von Dir nicht finden. Wenn Du Dich jedoch tatsächlich kennst, kannst Du Dich nur lieben.

Dann weißt Du aber auch, dass auch der scheinbar Andere liebenswert ist, weil er/sie so ist wie Du. Ja, auf der tiefsten Ebene gibt es gar keinen „anderen“. Wir lieben den Nächsten als unser Selbst, denn er ist unser Selbst. Wir sind ein Sohn Gottes. Wir können in Sachen Liebe bei uns selbst beginnen, bei anderen oder bei unserem Schöpfer oder der Schöpfung. So lange unser Ziel die Liebe ist, wird die Liebe in den anderen Bereichen auch wachsen.

Liebe ist nicht das romantische Gefühl, welches Menschen in dieser Welt scheinbar zusammenbringt. Das ist eher ein Verliebtsein in die eigenen Vorstellungen von Liebe und Zweisamkeit. Wirkliche Liebe ist die Substanz Gottes. Sie ist das, was alles im Universum tatsächlich zusammenhält. Und sie ist das, was wir sind, da wir als Ebenbild Gottes erschaffen wurden. Wir sind die liebenden Gedanken Gottes in Körperkleider gehüllt. Oftmals vergessen wir wer wir sind, weil wir uns zu sehr mit unseren „Kleidern“ identifizieren und den Dingen dieser Welt.

Vergebung bringt uns der Erfahrung der Liebe Gottes näher. Seiner ewigen Liebe zu uns und unserer Liebe zu unserem Schöpfer. Für viele Menschen, die bedingungslose Liebe nicht in der Familie gelernt hat (und wer hat das schon?), ist es ein notweniger Schritt auf dem Weg zur Liebe, sich von Gott lieben zu lassen. Gott ist ja nicht von uns entfernt. Ja, Er ist in Wirklichkeit überall, weil Geist überall ist und Gott Geist ist.

Vater, Du stehst vor mir und hinter mir, neben mir, an dem Ort, wo ich mich selber sehe, und überall, wohin ich gehe. Du bist in allen Dingen, auf die ich schaue, in den Geräuschen, die ich höre, und in jeder Hand, die nach der meinen greift. Die Zeit verschwindet in Dir, und der Ort wird ein bedeutungsloser Glaube. Denn das, was Deinen Sohn umgibt und was ihn sicher hält, das ist die LIEBE selbst. Es gibt keine Quelle außer dieser, und es gibt nichts, was ihre Heiligkeit nicht teilen, was jenseits Deiner einen Schöpfung stehen würde oder ohne jene LIEBE wäre, die alle Dinge in sich selbst hält. Vater, Dein Sohn ist wie Du selbst. Wir kommen heute in Deinem eigenen Namen zu Dir, um in Frieden zu sein in Deiner ewig währenden LIEBE.

Ein Kurs in Wundern, Lektion 264

Und möge mit diesen Worten ein Hauch Seiner Liebe über Dich kommen. Amen.

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